Flugdurchführung/Landegebühren
Landegebühren in Frankreich

Die Landegebühren richten sich natürlich weitgehend nach der Größe und der vorgehaltenen Infrastruktur des benutzten Flugplatzes bzw. Flughafens. Ingesamt aber ist Frankreich eher ein Landegebührenparadies. Kleinere Flugplätze kosten pro Landung ca. 0-20 Euro. An mittleren und größeren Flughäfen können die Gebühren zwischen 0 (richtig!) und ca. 50 Euro liegen. Bei über 50 Euro liegen wirklich nur zwei bis drei handvol Plätze - im ganzen riesigen Land Frankreich!

(Folgende "Konvention" soll für diese Seite gelten: wenn hier und in den anderen Abschnitten von der Höhe der Landegebühren gesprochen wird, so sei von einem 1-2 tonnigen Flugzeug die Rede; außerdem sei dies nicht nur die reine Landegebühr, sondern inkl. einer Nacht Parken sowie eventueller weitere Gebühren, welche nicht vermeidbar sind, z.B. verpflichtendes Handling. Passagiergebühren werden in Frankreich zum Glück nicht erhoben.

Mehr als 50 Euro (teils aber auch wirklich deutlich mehr) kosten lediglich: Marseille, Nizza, Bordeaux, Biarritz, Lyon (St. Exupéry), Bale-Mulhouse, sowie die drei exklusiven Flugplätze La Mole (in der Nähe von St. Tropez), Hyéres (bei Toulon) und - zumindest im Winter - Courchevel (in den Alpen).

Nahezu unbezahlbar ist leider Paris Le Bourget (LFPB), mit ca. 600-700€! Paris-Orly (LFPO) ist ähnlich.

Zu beachten ist:

- Die meisten der kleineren (Aeroclub)-Plätze haben gar keine Landegebühren! Als allgemeine Regel gilt: Plätze ohne AFIS oder TWR (also nur mit A/A) haben keine Landegebühren (wobei es auch da Ausnahmen gibt; Annemasse LFLI, Mullouse-Habsheim LFGB und Propriano LFKO fallen ein). Oft würde man an diesen Plätzen ohnehin niemanden finden, bei dem man eine Landegebühr loswerden könnte. Man kann an solchen Plätzen völlig problemlos im Vorbeifliegen mal eben einen Touch 'n go machen - Fliegerfreiheit pur!

- Plätze mit AFIS-Dienst oder TWR haben hingegen eigentlich immer Landegebühren, und seien es ein paar Euro. Wenn bei solchen Plätzen der AFIS- oder TWR-Service bei Start oder bei Landung gerade nicht aktiv ist, fällt zwar eigentlich auch die Landegebühr an; in der Praxis wird dann aber meist keine bezahlt (zumal dann meist ohenhin niemand da ist, bei dem man bezahlen könnte). Das ist aber durchaus etwas unterschiedlich. Manche erwarten auch dann die Bezahlung über einen Briefkasten o.ä.

- An einigen Plätzen gibt es zwar Landegebühren, aber gar keine Möglichkeit, diese vor Ort zu bezahlen. Eine Rechnung kommt dann per Post (manchmal aber auch nicht :-)) und man muss überweisen.

- Hat man seine Gebühren bezahlt, ist es in Frankreich ggf. sinnvoll, die Quittungen eine ganze Zeit aufzuheben. Leider sind einige Plätze was die Buchhaltung angeht etwas unorgansiert. Einige Leute haben davon berichtet, viele Monate nach dem Flug noch einmal zur Zahlung der Gebühren aufgefordert worden zu sein, obwohl diese damals schon bezahlt worden sind. Mir persönlich ist das ehrlich gesagt in über 15 Jahren Fliegen in Frankreich noch nicht passiert. Möglicherweise ist es aber sinnvoll, immer mit Kreditkarte zu bezahlen, um im Zweifel stets einen "Beleg" in der Hinterhand zu haben).

- Lassen Sie bitte bloß ihr Lärmzeugnis stecken! Der Begriff "Lärmschutzverordnung" ist in Frankreich zum Glück völlig unbekannt!

- Nutzt man an kleineren und mittleren Plätzen zu Nachtstunden die Pistenbeleuchtung, fällt teilweise eine Extra-Beleuchtungsgebühr an. Diese ist hier und da nicht ganz billig.

- Es gibt keine IFR-Streckengebühren für Flieger unter max. 2 Tonnen MTOW. Auch IFR-Anfluggebühren werden nicht gesondert berechnet.


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