Flugziele/Atlantik
Die französischen Atlantikküsten und vorgelagerte Inseln

Die französische Atlantiküste reicht von Brest im Norden bis nach Biarritz im Süden. Sie ist insbesondere im Sommer ein Traum, zumal es hier - anders als im Mittelmeer - kaum diese drückende Hitze gibt sondern ein sehr angenehmes Klima herrscht.

Besonders beliebt ist der Süden der Atlantikküste - die Region Aquitanien - auch bei Surfern. Dies wiederum macht sie bei Campern beliebt. Auch Badeurlaub kann man hier machen; dafür empfehle ich wegen der Wassertemperaturen allerdings eher den Spätsommer, also sagen wir vom 15. Juli bis 15. September, auch wenn dies überwiegend die Hauptreisezeit der Franzosen ist und es daher recht voll ist (zum Glück "verläuft" es sich dort recht gut). Aber auch in den Randjahreszeiten (ohne Badepläne) kann ein Flug an den Atlantik sehr reizvoll sein. Ein Wochenende in La Rochelle, Arcachon oder Biarritz ist immer schön.

Zunächst sollen hier die wesentlichen Flugplätze und Orte im Küstenbereich vorgestellt sein und in diesem Fall "von Süd nach Nord" vorgegangen werden, also von Aquitanien über Poitou-Charentes bis zum den Küstengebieten der Region Pays de la Loire. Der nördlichste Abschnitt der französischen Altantikküste wird im Kapitel "Bretagne" näher betrachtet.

Biarritz Bayonne (LFBZ)

Biarritz, ganz im Süden der französischen Atlantiküste, liegt nur wenige Kiometer von der spanischen Grenze entfernt. Die Stadt war vor 100 Jahren *der* Urlaubsort wohlhabender Franzosen, bevor der Boom der Fernreisen losging.

Heutzutage ist Biarritz aber insbesondere auch in der Randsaison wegen der relativ milden Temperaturen beliebt (wobei es am Atlantik trotzdem natürlich nicht ganz so warm ist wie z.B. in Cannes).

Der Flughafen, LFBZ, hat ein wenig Linie, im Sommer Charterverkehr und sonst etwas (kleine und große) GA. Leider hat sich der Flughafen in den letzten Jahren einen schlechten Ruf "erarbeitet". Zum einen, weil hier ein Büro der französischen DGAC am Platz ist und infolge dessen ein nicht unwesentlicher Teil der hier landenden fremden Maschinen pauschal einem "Ramp check" unterzogen wird. Zum zweiten aber, weil hier - trotz viel Platz - für das Parken unnötigerweise völlig bürokratisch mit PPR-Pflicht agiert und kompromisslos durchgesetzt wird; es gibt nur eine hadvoll (!) offizielle "Parkpositionen" für kleine Einmots, welche auch noch recht häufig anonym reserviert sind. Dann wird man knallhart abgelehnt (bei defacto leerem Vorfeld) oder gar wieder weggeschickt. In der Saison werden gefühlt 95% der PPR-Anträge abgelehnt. Ein Stückchen Italien in Frankreich also.

Abgesehen davon ist der Platz halbwegs OK. Kurze Wege, noch halbwegs erträgliche Gebühren (allerdings mit einem "gemeinen" Sonntagszuschlag). Es gibt Avgas (Self-Service mit BP-Card) Jet, Mietwagen, etc. Es gilt - wie an eigentlich allen Plätzen entlang der Küste - erhöhte Gefahr der Seenebelbildung. Außerdem sollte man in dieser Gegend stets Verzurrmaterial für den Flieger dabei haben.

Sowohl Bayonne als auch Biarritz sind sehr empfehlenswerte Orte. Außerdem auch das etwas südlich gelegene Saint-Jean de Luz. Es gibt neben Taxis auch Mietwagen am Platz. Auch ein Bus fährt regelmäßig. Als Seafood-Restaurant wird in Biarritz "Chez Albert" empfohlen.

Wer kein PPR in LFBZ kriegt, hat leider auch kaum gute Alternativen ganz in der Nähe. Der kleine, am Fuße der Pyrenäen gelegene Platz Itxassou (LFIX) ist "usage restreint". Der Militärplatz Dax (LFBY) ist zivil auch nur sehr eingeschränkt nutzbar. Am ehesten eignet sich für einen Besuch der Gegend wirklich noch San Sebastian (LESO). Der Platz hat einen traumhaften Anflug. Auch hier gilt: PPR für's Parken, aber dort ist es um länger einfacher, das PPR zu erhalten, als in Biarritz selbst.

Mimizan (LFCZ)

Einige Kilometer nördlich liegt der kleine GA-Platz Mimizan, ca. 6 Kilometer von der Küste entfernt. Dies ist vor allem einer der aktivsten Fallschirmsprungplätze Frankreichs; hier ist die PC-6 praktisch permanent in der Luft. Es ist aber auch für Besucher ein guter, unkomplizierter Platz. Mit sollte aber schon in der Lage sein, sich bei Bedarf auf Französisch grob mit dem Piloten der Springermaschine (und andere Maschinen) abzusprechen (manchmal gibt es auch am Boden eine Art "Flugleiter"). Avgas gibt es von TOTAL, allerdings ohne Carnet-Automat, daher ist man stets auf lokales Personal angewiesen, welches allerdings in der Regel anzutreffen ist.

Mimizan-Plage ist ca. 7 Kilometer entfernt.

LF-R31

An dieser Stelle ein paar Worte zu der Restricted Area 31, welche mit ihren verschiedenen Sektoren den gesamten Küstenabschnitt von Biarritz bis zur Mündung der Gironde bei Soulac "abdeckt".

Vor dieser LF-R sollte man nicht allzu viel Angst haben. Wochenends ist sie in der Regel nicht aktiv. Und wochentags kann man - mit Funkkontakt - meist ebenfalls ohne allzu große Umwege hindurchfliegen. Zuständig ist hier "Cazaux Military", die ich bisher immer als exzellent erlebt habe. Beim letzten Mal konnte ich quer durchfliegen und erhielt perfekte, ruhige Verkehrshinweise von gar nicht weit entfernt übenden Militarjets. Wirklich sensationell. Also: keine Sorgen! Fliegen in Frankreich eben!

Biscarrosse (LFBS)

Ein kleiner, meist verschlafener Platz am Étang de Biscarrosse. Trotzdem (zumindest wochentags) mit einem TWR-Service versehen. Dies wegen der hier beheimateten Flugschule (sowie einer dortigen ATC-Schule). Biscarrosse ist fliegerisch vor allem aus zwei Gründen bekannt: 1. wegen der am See gelegenen Wasserflugbasis. 2. weil Biscarrosse ein (kleiner) Airpark ist, sprich es am Platz einige Wohnhäuser mit direktem Anschluß an die Taxiways und Pisten gibt. Außerdem gibt es aber auch ein Bed & Breakfast direkt am Platz (ein paar hundert Meter vom Flugzeugabstellplatz entfernt), das "Chambre d'Hotes des Grands Lacs". Bis ins Ortszentrum von Biscarrosse sind es ca. 4 Kilometer. Am Platz gibt es auch ein kleines Restaurant ("Bistro de l'Aerodrome").

ULs dürfen in Biscarrosse nur mit PPR fliegen! Vor allem aber: der Platz ist für Besucher generell PPR (siehe AIP). Für Avgas gibt es eine TOTAL-Tankstelle mit Automat für das Carnet. Ohne ein solches sollte man das Tanken vorab klären; speziell am Wochenende ist oft niemand am Platz. Es gibt auch IFR-Anflüge auf den Platz! Das Asphaltvorfeld ist grundsätzlich der Flugschule vorbehalten, so dass "Gäste" meist auf Gras parken müssen, obwohl eigentlich genug Platz auf Asphalt wäre. Die Flugschule führt sich teilweise leider ein bisschen wie der große Platzhirsch auf und lässt Gäste sich wenig willkommen fühlen. Man kann aber auf Anfrage einen Hangarplatz erhalten. Am Wochenende hingegen ist der Platz wie gesagt meist eher ausgestorben.

Bei An- und Ablfug sollte man stets auf tief fliegende Wasserflugzeuge über dem See achten. Die AIP enthält entsprechende Hinweise.

Wer sich für das praktische Wasserfliegen interessiert: Hier die Website der dortigen Flugschule:

www.aquitaine-hydravions.fr 

Man bietet Schnupperflüge und Schulung auf einer PA-18-150 (Amphibium) an; weiterführend gibt es auch noch ein Flugboot vom Typ Republic SeaBee. Zu prüfen bleibt ggf., ob es englischsprachige Lehrer gibt. Die Schule verfügt auch über eine "normale" Piper Cadet. Man muss allerdings stets eine (recht moderate) Jahresmitgliedschaftsgebühr bezahlen. Es gibt auch ein Wasserflugmuseum am Platz:

www.hydravions-biscarrosse.fr 

Arcachon (LFCH)

Einer der wohl besten GA-Plätze an der französischen Atlantikküste!

VFR-Anflüge von Süden werden stets perfekt von Aquitaine Approach, Biscarosse Tower und insbesondere Cazaux Military betreut. Ein Überflug der berühmten "Düne von Pyla" in 1000 Fuß ist unter Beachtung aller geltenden Regeln kein Problem.

Der Flugplatz Arcachon wurde außerdem vor ein paar Jahren piekfein hergerichtet, eine wahre Freude. Superfreundliches Personal überall. Tanken ist selbstständig mit TOTAL-Carnet oder mit Hilfe des AFIS--Personals möglich. Das Parken auf (ordentlichem) Gras ist ein paar Euro günstiger als auf Asphalt. Insgesamt aber absolut moderate Gebühren.

Besonderheit: Bei der am Platz ansässigen Firma:

www.pylamehari.fr 

kann man 40 Jahre alte, aber gut gepflegte Renaults vom Typ "Ente" und "Diane" leihen; dies ist mit 50 Euro pro Tag eher günstiger als Avis, die ebenfalls am Platz sind. Ist ein netter Urlaubsspaß, bei dem so richtig Frankreich-Feeling aufkommt. Ist aber nur zu empfehlen, wenn man keine allzu großen Strecken fahren will, denn es ist schon etwas laut, langsam und schaukelig.

Schön ist in der Gegend neben der Düne von Pyla und Teilen von Arcachon auch immer wieder das Cap Ferret; fantastisches Restaurant: "pinassecafé", direkt am Fähranleger. Am besten nicht mit dem Auto rundherum fahren (zu weit und die Fahrt lohnt nicht) sondern ab Arcachon die Personenfähre nehmen. Es gibt Austern in Massen, aber auch alles andere schmeckt hier gut! Arcachon selbst finde ich persönlich nicht so sehr besonders.

Am Fuße der Dübe von Pyla wird außerdem das Hotel und das Restaurant "La Corniche" empfohlen.

Andernos-Les-Bains (LFCD)

Kleiner Platz am Nordostende der Bai d'Arcachon. Fußläufig (1,5km) in den Ort und an den See. Hier allerdings kein ATS, sondern nur A/A. Avgas gibt es von TOTAL, allerdings ohne Carnet-Automat, daher ist man stets auf lokales Personal angewiesen. Insgesamt ist Arcachon als Platz deutlich größer und belebter.

Vendays Montalivet (LFIV)

Ca. 2 Kilometer vom gleichnamigen Strandort ernfernt. Leider ist dieser Flugplatz für Externe offiziell nur am Wochenende anfliegbar. Dies hängt wohl mit der LF-R61 zusammen. Möglicherweise lässt sich aber auch hier in der Praxis was machen. Am besten vorab den Aeroclub Montalivet kontaktieren.

Soulac sur Mer (LFDK)

Der Platz ist praktisch direkt an der Mündung der Gironde in den Atlantik (Südseite) gelegen. Ein ruhiger Platz ohne ATS, etc. Avgas-Tanke von TOTAL, seit 2017 auch mit Automat für das Carnet. Ohne Carnet ist Hilfe von Leuten vor Ort notwendig; auch hier ist nicht immer jemand da! Ca. 3,5 Kilometer bis in den Ort am Strand, der sehr schön ist. Im Ort Fahrrad- und Autoverleih. Von hier ist es nicht weit in die Weingebiete des Médoc. Allerdings ist der Platz genau genommen "FR-only".

Royan-Medis (LFCY)

Der Platz liegt quasi genau "gegenüber" von Soulac, also direkt an der Nordseite der Mündung der Gironde. Der Platz ist für Sommerausflüge und Urlaube in die Region sehr beliebt. Es gibt einen AFIS, aber leider offiziell nur auf Französisch. Für die IFR-Piloten gibt es einen NDB- und einen GPS-Anflug. TOTAL-Tankstelle mit Automat. Ca. 4 Kilometer bis in die Stadt Royan und an den dortigen Strand.

Rochefort St. Agnant / Charente Maritime (LFDN)

Eigentlich kein Küstenplatz, aber da er IFR hat, sei er hier dennoch für die Region Rochefort / Île d'Oleron genannt. Die Stadt Rochefort ist ganz interessant, mit einer streng im Schachbrettmuster angelegten Innenstadt kurz vor der Mündung der Charente.

Saint-Pierre d'Oloron (LFCO)

Eine wunderschöne Ferieninsel im Atlantik. Schöne Strände gibt es vor allem im Norden der Insel. Außerdem ein Mekka für Freunde der Auster und des Seafoods allgemein. Im Westen der Insel liegt der Hafenort La Cotinière mit vielen Restaurants. Auch die andere Orte reizen durch ihre Fischmärkte.

Auch der Flugplatz (Beiname: "Bois Fleury") ist sehr zu empfehlen: Sehr gepflegte 1000-Meter Grasbahn, ein sehr freundlicher Club, keine Hektik, kein Stress. Lande- und Parkgebühren gibt es keine; ein kleine Spende wird gerne gesehen. Avgas gibt es von TOTAL, mittlerweile ebenfalls mit Carnet-Terminal. Ohne Carnet benötigt man die Hilfe des Clubs. Im Sommer gibt es am Platz ein kleines "Restaurant". Man kann außerdem am Platz Fahrräder leihen. Auch eine Europcar-Agentur gibt es direkt am Platz, sprich es werden aufpreisfrei Autos am Platz bereitgestellt. Einziges Manko: Europcar ist leider sonntags geschlossen und lässt sich auch auf konkrete Anfrage nicht dazu bewegen, sonntags ein Fahrzeug am Platz bereitzustellen.

Insgesamt ein Ort, wo man wirklich sehr gut einen erholsamen und genießerischen Urlaub machen kann. TOP! Außerdem fast eher ein Geheimtipp, weil nur wenige Leute diese Insel kennen und hier landen.

La Rochelle / Île de Ré (LFBH)

Einer der bei der GA beliebtesten Plätze und Orte an der französischen Atlantikküste. Vor allem Engländer kommen hier gerne her, da La Rochelle schon einen Hauch Südfrankreich bietet, gleichzeitig aber von der Insel aus noch halbwegs in Reichweite für einen Tages- bzw. Wochenendflug ist. Außerdem gibt es in La Rochelle etwas Charter- und Linienverkehr (u.a. Ryanair). Der Platz ist ein gutes Beispiel dafür, wie GA und Großluftfahrt koexistieren können - Frankreich eben. Auch die ATC hat mich bisher immer begeistert.

Während des Anflugs von Süden kann man auf Anfrage noch einen Kreis über den alten U-Boot-Bunkern von La Pallice drehen, welche aus dem Film "Das Boot" bekannt sind (diese können "am Boden" leider nicht besichtigt werden).

Kleine GA-Maschinen parken auf einer Grasfläche ("Golf"); diese ist OK, aber kein Billard (Hinweis: im Winter ist diese Fläche häufig gesperrt und es Parken dann alle auf der "Premium"-Asphaltfläche; trotzdem muss man dann keine besonderen Handling-Gebühren bezahlen). Die Tanke ist von BP; mit dem entsprechenden Carnet kann man selbständig auch in der Mittagspause des Tankwarts tanken. Die absolut moderaten Landegebühren und ggf. den Treibstoff zahlt man in einem Container. Der Ausgang für Piloten und ihre Paxe ist über ein Drehtor rechts neben dem Terminal. Dort den Code auf dem Anzeigegerät ablesen und aufschreiben, damit man bei Abflug genau so wieder reinkommt (ohne Kontrollen!). Tipp: die erste Tür muss erst wieder zu sein, damit die zweite aufgeht. Es gibt regelmäßig günstige Busse (Linie 7) ins Zentrum von La Rochelle, aber auch ein Taxi ist nicht allzu teuer (15 Euro); dieses kann man an einer Konsole am Eingang des Terminals rufen, falls gerade keins am Platz wartet.

La Rochelle ist trotz des im Sommer sehr starken Tourismus ein tolle, authentisch gebliebene Stadt. Der Markt ganz im Zentrum der Altstadt ist eine Pracht. Viele Restaurants am Sporthafen. Der Stadtstrand ist 5 Minuten zu Fuß davon entfernt.

Natürlich bekommt man am Platz auch Mietautos, wobei es immer besser ist, vorab zu reservieren, sei es nur einen Tag vorher. Aber Achtung: sonntags sind hier alle Mietwagenschalter komplett zu! Mit dem Auto kann man sehr gut die nahe Île de Ré besuchen, z.B. das hübsche Städtchen St. Martin.

Das berühmte "Fort Boyard" befindet sich etwas südlich von La Rochelle in der Bucht.

Les Sables d'Olonnes (LFOO)

Flugplatz des gleichnamigen Küstenstädtchens zwischen La Rochelle und Nantes. Avgas gibt es von TOTAL, mit Carnet-Automat. Der Platz liegt nahezu direkt am (hier recht wilden) Küste. Durchaus recht viel Verkehr. Ca. 5 Kilometer bis in die Stadt. Es gibt einen Linienbus.

Île d'Yeu (LFEY)

Ein vom Anflug her schöner Flugplatz auf der Nordwestspitze des gleichnamigen Atlantikinsel. AFIS offiziell nur auf Französisch. Es gibt IFR-Verfahren. Leider sind die Asphaltplätze im Sommer recht häufig belegt, da der Platz speziell auch unter französischen Privatpiloten sehr beliebt ist; man muss dann auf einer etwas ungepflegten, steinigen Fläche parken. Man sollte dann vorher den Motor abstellen und den Flieger dann per Hand final positionieren. Sonst aber wirklich ein schöner, netter Platz mit meist reichlich Crosswind auf der Asphaltpiste. ULs dürfen hier nur mit PPR landen. Achtung: es gibt keinen Treibstoff am Platz.

Die Insel selbst ist in gewisser Weise zweischneidig. Grundsätzlich ist sie sehr schön, mit tollen Buchten und Stränden. Leider wird es im Hochsommer sehr voll, was den Genuss dann schon etwas schmälert und man kurzfristig kaum eine Unterkunft findet. Außerdem ist der Hauptort der Insel, "Joinville" ein absoluter Greuel: laut, ungepflegt, hektisch und durch ein Passagierterminal im Hafen verschandelt. Außerdem gibt es - da die Insel fast ausschließlich von Appartmentgästen besucht wird - kaum ein empfehlenswertes Hotel und nur ganz wenige nennenswerte Restaurants. Daher: Joinville unbedingt meiden. Der Rest der Insel hat aber wie gesagt sehr schöne Ecken und tolles Meer zu bieten. Aufgrund ihrer Größe kann man sie perfekt mit dem Fahrrad erkunden. Wenn man es schafft, ein nettes chambre d'hôtes irgendwo außerhalb zu buchen, kann man die Insel sehr genießen.

La Baule-Escoublac (LFRE)

Der letzte Ort für diesen Abschnitt ist der Mündungsbereich der Loire bei St. Nazaire. Etwas westlich davon gibt es den großen Urlaubsort La Baule-Escoublac, sowie seinen Flugplatz. ATS auf Englisch ist vorhanden, aber wie immer sind dessen Uhrzeiten zu beachten; außerhalb derer wie immer "FR-only". Leider keine IFR-Verfahren, wobei der IFR-Pickup mit Nantes Approach nach meiner Erfahrung hervorragend klappt.

Verzurrpunkte auf den Parkflächen sind vorhanden. Geringe Gebühren und Avgas ist während der AFIS-Zeiten problemlos zu bekommen. Die Kneipe am Platz ("Le Bar Jazz-Volant") ist interessanterweise im Stile eines "English Pubs" gehalten.

Die Distanz in die Stadt ist nicht riesig. Dennoch benötigt man realistischerweise ein Taxi. Achtung: es scheint hier im Sommer akuten Taximangel zu geben. Daher sollte man sich rechtzeitig darum kümmern.

Der Doppelort La Baule-Escoublac hat insgesamt 20 Kilometer Strand. Leider ist die Seafront wie so oft in Frankreich etwas durch hässliche Appartmentbauten verschandelt. Sonst aber sehr nett und authentisch. Der Stadtkern an der Avenue de Gaulle ist recht schön. Hotel Acylon am Marktplatz ist OK. Sehr zu empfehlen ist die Brasserie "Calmos" direkt am Strand - macht von außern nichts her, aber innen ist's elegant und Service sowie Essen sind super.


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